Interessiert dich, woran andere Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation in großen Organisationen arbeiten? Welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen?

Hier findest du Erkenntnisse und Erfahrungen, die andere bereits gemacht haben und die du für deine Arbeit im B2B-Marketing verwenden kannst.

Ich fasse hier die Vorträge eines sogenannten Matchpoint vom Veranstalter Project Networks zusammen. Das ist eine Veranstaltung mit und für Verantwortliche in Marketing- und Kommunikationsabteilungen. Am 28. März 2017 ging es um Themen rund um Corporate Publishing & Content Communication. Also um die interne und externe Unternehmenskommunikation.

Details zu Programm und Moderation

Das Programm bestand aus sage und schreibe 14 (!) Vorträgen von denen einige parallel abgehalten wurden. Neben den Vorträgen gab es eine kleine Ausstellung auf der sich Dienstleister präsentieren konnten und ihre Lösungen erklärt haben.

Durch das Programm führten Thomas Aurich (Xing-Profil), Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Delphi Deutschland GmbH, einem Automobilzulieferer und Jens Mahnke (auf Xing), Blogger für Technik- und Lifestyle-Themen auf dem Atomlabor Blog.

Foto vom Matchpoint Corporate Publishing & Content Communication

Thomas Aurich und Jens Mahnke moderieren den Matchpoint Corporate Publishing & Content Communication

Der Abend

Der Tag klang aus mit einer Abendveranstaltung in der schönen Location Karlsson am Gendarmen-Markt.

Foto von Buffet

Catering im Karlsson am Gendarmenmarkt

Fazit zur Veranstaltung
Bild mit Blick vom Karlsson auf den Gendarmenmarkt mit Abendstimmung

Blick vom Karlsson auf den Gendarmenmarkt mit Abendstimmung


Mein Fazit:

Es war ein sehr dichtes Programm mit wenig Zeit für Übergänge. Damit gab es leider auch wenig Gelegenheit für die Reflektion der Vorträge. Oder für Gespräche mit anderen Teilnehmern. Dafüf entstand ein gewisser Leerlauf nach dem Vortragsprogramm und vor dem Abendessen. Der Ablauf der Veranstaltung war reibungslos und es wurde gut auf die Einhaltung des Zeitplans geachtet.

Leider kam so bei einigen Vorträgen die Diskussion zu kurz. Die Diskussionen hätten länger sein können, aber der nächste Vortrag wartete ja schon.

Die wichtigsten Themen für B2B Marketing und Unternehmenskommunikation

  • Herausforderungen bei einem Unternehmensmagazin
  • Wandel der internen Kommunikation
  • Changemanagement durch die Einführung eines Newsrooms

„Wir fertigen keine Produkte, wir machen Effekte.“ oder

„Wie kommuniziert man Innovationen in einem weltweit agierenden B2B-Konzern?“

Am Beispiel des Unternehmensmagazins WWW = Wacker world wide erläuterte Michael Kuhli, Corporate Communications Manager, die Herausforderungen der globalen Unternehmenskommunikation in einem B2B-Konzern:

Die Wacker Chemie AG ist zwar der größte bayrische Chemiefabrikant – und in Deutschland unter den Top 10. Aber 87 % des Umsatzes werden außerhalb von Deutschland gemacht. Dies möchte man auch im Unternehmensmagazin widerspiegeln. Schwerpunkt sind Berichte über Projekte, die Kunden von Wacker Chemie für Ihre Kunden mit Wacker Zusätzen umgesetzt haben. Dazu arbeitet man mit Journalisten zusammen, die sich in der Branche wie auch in einem Land gut auskennen.

Während man in anderen Branchen von Nutzen oder Mehrwert spricht, nennt man die Wirkungen der Fabrikate bei Wacker Chemie „Effekte“: Mit den Vorprodukten des Chemiekonzerns auf der Basis von Silicium und Ethylen haftet Farbe besser an der Wand, lassen sich Teppichböden fest am Boden fixieren oder Fugen im Bad abdichten. Und mit den sogenannten Gumways – darin ist Wacker Chemie Weltmarktführer – lassen sich Blasen machen.

In einem ausführlichen Bericht erfährst du mehr über diese Aspekte:

  • Was macht eine Wacker world wide-Story aus?
  • Welche Ziele verfolgt Wacker mit dem Unternehmensmagazin?
  • Welche digitalen Formen gibt es für das Unternehmensmagazin?
  • Warum ist nahezu jeder von uns schon mit Wacker Produkten in Berührung gekommen?

Möchtest Du eine Mail erhalten, wenn der Artikel zu Wacker Chemie online ist? Dann trage dich bitte in die Liste von Firmenfischen ein.

Wandel der internen Unternehmenskommunikation und die Herausforderungen bei der Digitalisierung

Frau Simone Spaniol, Head of Corporate Internal Communication bei der Hager Group, berichtete über die Herausforderungen, die sie bei der Digitalisierung der internen Kommunikation erlebt.

Bild vom Vortrag von Frau Simone Spaniol am Matchpoint Corporate Publishing & Content Communication

Einer Umfrage von 2016 hat ermittelt, dass sich 4 von 5 Mitarbeitenden das Mitarbeitermagazin digital und geeignet für die Nutzung von privaten Endgeräten wie Smartphones, Tablets oder Desktop wünschen. Ausserdem haben 3 der aktuellen Top 5 Projekte in der internen Kommunikation digitalen Charakter.

Also: ist alles schon digital?!

Nicht ganz: Eine interne Befragung bei Hager ergab, dass die „analogen“ Kommunikationskanäle wie der Flurfunk, Face to face und auch die klassische Mitarbeiterversammlung sehr wohl ihre Berechtigung haben.

Zum Kontext: Hager ist ein Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen für elektrotechnische Installationen (= Schaltschränke) in Wohn-, Industrie- und Gewerbeimmobilien. Es ist ein familiengeführtes Unternehmen, das lange Zeit keine interne Kommunikation betrieben hat. Früher war die interne Kommunikation beim HR, seit 2015 ist sie in Corporate Communication angesiedelt. Frau Spaniol führt dort ein Team aus 3 Mitarbeitenden. (Frau Spaniol auf Xing)

Unternehmenswachstum erfordert agilere Kommunikationskanäle

Hager hat sich eine Wachstumsstrategie vorgenommen und strebt eine Verdopplung des Umsatzes sowie der Mitarbeiterzahl an.

Aber schon jetzt können über die genutzten Kommunikationskanäle nicht alle Mitarbeitenden zuverlässig und zeitnah erreicht werden: Das Mitarbeitermagazin erscheint in 7 uneinheitlichen Gestaltungen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, mit viel Text und vielen Gruppenfotos. Jedes Magazin hat eine eigene lokale Redaktion mit anderen redaktionellen Ansätzen und die Publikation erfolgt ohne Kontrolle oder Validierung durch Corporate Communications.

Zusammenstellung der unterschiedlichen Versionen von horizon, Mitarbeitermagazin der Hager Group

Als eine Ausgabe des Mitarbeitermagazins mit der „Neujahrsansprache“ der Geschäftsleitung zu Ostern (!) erschien, wurde beschlossen, die Publikation zu pausieren und eine neue Lösung zu finden. Die Suche hat sich über mehrere Monate gezogen, weil keine der Lösungen überzeugte.

Die Lösung

Dann wurde für Hager doch noch die Lösung gefunden: Eine standardisierte Mitarbeiter-App. Diese App wird frei erhältlich in den App-Stores sein und über ein Login Zugriff auf Daten und News für Mitarbeiter bieten. Personen ohne ein Mitarbeiter-Login haben dann nur Zugang zu öffentlich verfügbaren Infos wie Stellenanzeigen.

Für das 1. Halbjahr 2017 ist der Launch in Deutschland geplant, Frankreich soll Ende 2017 folgen, bevor 2018 der internationale Launch geprüft wird.

Weil die App zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch nicht lanciert war, konnten noch keine Erfahrungswerte genannt werden. Neben dem Vorhalten von Infos und Daten wie Standort- und Speisepläne, Fotos, Videos und Dokumente soll die Kommunikation im Vordergrund stehen: das Einrichten von Newskanälen, Senden von News via Push-Nachrichten aber auch 2-Wege-Kommunikation durch Umfragen oder mittels Chat.

In einem weiteren Bericht erfährst du mehr über diese Aspekte:

  • Welche Ziele verfolgt Hager mit der Mitarbeiter-App?
  • Welche Einschränkungen gibt es für die Nutzung?
  • Welchen Anbieter hat Hager gewählt?

Möchtest Du eine Mail erhalten, wenn der Artikel zur Hager Mitarbeiter-App online ist? Dann trage dich bitte hier in den News-Verteiler von Firmenfischen ein.

Changemanagement durch die Einführung eines Newsrooms

oder „Wie stellt die Kommunikationsabteilung Storytelling in den Mittelpunkt?“

Lorenz Heinzer, Head of Communications, berichtete von den Erfahrungen, die sein Haus mit der Einführung eines Newsrooms gemacht hat. Bei der AXA Winterthur wurde der Newsroom wie ein Fernsehstudio gestaltet. Er ist so zum Symbol und zur zentralen Drehscheibe für Inhalte geworden und als Ort, an dem Entscheidungen über Inhalte und Kommunikation getroffen werden.

Herr Heinzer, hat auch aufgezeigt, wie der Spagat aus Themenverantwortung und Kanalverantwortung durch eine neue Organisationsstruktur bewältigt wurde. Zum Xing-Profil von Lorenz Heinzer

Seine 6 Learnings liefern wichtige Erkenntnisse für alle Organisationen, die auf Content-Marketing setzen und sich zum Publisher wandeln wollen.

Ein detaillierterer Bericht folgt.

Soll ich dich informieren, wenn der Artikel fertig ist? Dann trage dich bitte hier in die Liste von Firmenfischen ein.

Meine Highlights und Erkenntnisse

Die Rollen und Aufgaben von vielen Mitarbeitern in den Kommunikationsabteilungen wandeln sich: weg von der „Produktion“ hin zu mehr Koordination.

Unfassbar:

da existieren in Unternehmen immer noch die Kommunikationsabteilung und die Marketingabteilung nebeneinander. Das heisst, Corporate Communication, PR, manchmal auch „Digital Communication“  und Marcom mit Lead Generierung und Kampagnenmanagement sind weitgehend ohne (!) formellen Austausch und Koordination.

Warum?

Tja, das ist „historisch bedingt“ und ist nahezu zementiert, weil die Budgets für diese Aufgaben auch in den verschiedenen Abteilungen liegen.

Aber auch das wird sich wandeln, wenn die Kommunikationsabteilung mit einem themenzentrierten Ansatz die besseren Leads generiert als die Marketing-Abteilung. So wie es Frau Nadine Stutz mit ihrem kleinen Digital Communication Team bei der Raiffeisen Bank macht.

Bild von Networking

Nadine Stutz, Miki Vayloyan, Michael Zeyen (v.l.) bei nerdigen Networking über digitale Unternehmenskommunikation am Matchpoint Corporate Publishing Content Communication

Interessiert dich der Bericht oder der Austausch zu einem der folgenden Themen?

 

Dann kontaktiere diese Fachleute oder schreib mir in das Kommentarfeld dein Wunschthema.

Bei genügend Rücklauf fasse ich euch diese Vorträge gerne zusammen.

emotionales Storytelling im Geschäftsbericht

Was bringt emotionales Storytelling im Geschäftsbericht?

Ein Vortrag von Dr. Patrick Lehn, Corporate Communications Manager der Sonova Holding AG, eine auf Hörsysteme spezialisierte international tätige Schweizer Unternehmensgruppe mit Sitz in Stäfa. Zum Xing-Profil von Dr. Patrick Lehn

Infografiken im Content Marketing Mix

Infografiken als Kommunikationsmittel im Content Marketing Mix

Vorgetragen von Herrn Can Struck, Project Manager Social Media bei der Yello Strom GmbH. Can Struck auf Xing

Influencer Marketing

Influencer Marketing

Herr Kouscha Arzideh, Digital Manager bei der Eckes-Granini Deutschland GmbH zu Kommunikation auf Augenhöhe und Kampagnen. Zum Xing- Profil von Herr Arzideh.

Digitale Unternehmenskommunikation und Changemanagement

Digitale Kommunikation und Changemanagement

von Herrn Robert Hanke, Projektleitung bei der Bank Austria zum Thema Newsroom. Herr Hanke bei Xing

„Panorama goes digital“

„Panorama goes digital“

Eines der ältesten CP-Magazine der Schweiz geht ins Netz von Frau Dr. Nadine Stutz, Digitale Kommunikation, Raiffeisen Schweiz. Frau Dr.Stutz auf Xing.

Content-Strategie für Grosshandel, Einzelhandel und E-Commerce

Wie begeistert man die Community langfristig für Unternehmen und Produkte?

Die Content-Strategie von Veganz von Frau Christina Hammerschmid, Geschäftsführung der Veganz Procurement GmbH. Zum LinkedIN-Profil von Frau Hammerschmid.