Digitalisierung im Mittelstand: Einführung eines Online-Shops in einem B2B-Unternehmen

Digitalisierung im Mittelstand: Einführung eines Online-Shops in einem B2B-Unternehmen

Digitalisierung bzw. digitale Transformation ist eines der aktuellen Buzzwords. Und vielen Führungskräften in Unternehmen und Institutionen ist klar: da soll die Reise hingehen.

Trotzdem fehlt es mir in den aufrüttelnden und meist sehr aufgeregten Berichten oft an konkreten Vorschlägen, wie man mit einem Projekt, die eigene Firma flotter, sprich wettbewerbsfähiger, schneller und innovativer machen könnte. Daher war ich sehr begeistert, als ich auf der Webseite von ibi research, einem Beratungs- und Forschungsinstitut, bzw. auf Youtube auf die Geschichte des Traditionsunternehmens Papier Liebl gestossen bin.

Die Papier Liebl GmbH verkauft alles, was man im Büroalltag so braucht: von der Ausstattung (Stühle, Möbel) über Verbrauchsmaterial bis hin zu Verpackungsmaterial und Werbeartikeln. Die Firma ist seit über 80 Jahren in Regensburg beheimatet und bedient von dort aus den regionalen Markt.

Hier geht es zum Video:

Wolf Sternberg, Leiter der E-Commerce-Abteilung, beantwortet darin folgende Fragen:

  • Warum hat sich Papier Liebl dazu entschlossen, einen B2B-Online-Shop aufzubauen?
  • Wie sah die Kundenbetreuung im Innen- und Außendienst vor dem Aufbau des Shop aus und wie danach?
  • Warum unterscheidet sich das Sortiment im Online-Shop vom Sortiment im stationären Laden?
  • Vor dem Shop hatten Sie hohe Prozesskosten durch analoge Bestellungen. In wie weit konnten oder können diese durch den Shop beeinflusst werden?
  • Sie haben im Vorfeld einige Analysen durchgeführt. Welche Aspekte haben Sie betrachtet und warum? In wiefern haben sich die Fullfillment-Prozesse verändert?
  • Wie hat sich der Einsatz der Lieferflotte verändert?
  • Hat die Umstellung Auswirkungen auf den Umsatz und die Verteilung des Umsatzes?
  • Verschiebung zu digitalen Kanälen, Durchschnittliche Wert eines Warenkorbs ist online größer als bei einer Bestellung über Telefon oder Fax?
  • Wie sind Sie bei der Umsetzung des Projektes vorgegangen?
  • Wie kann der Shop gestaltet werden?
  • Wie setzen Sie das kundenindividuelle Pricing um?
  • Wie funktionierte der Umzug von der alten Procurement-Plattform zum Online-Shop
  • Welche Change-Management-Massnahmen haben Sie durchgeführt?
  • Wie genau haben sich die Aufgaben der Mitarbeiter verändert?
  • Die Bedeutung der Qualität und Struktur der Produktdaten wird bei Aufbau eines B2B-Online-Shops häufig unterschätzt. Wie war das bei Ihnen?
  • Was waren die Erfolgsfaktoren für das Projekt? Was waren die „lessons learned“ / Erkenntnisse aus dem Projekt?
  • Sind Marktplätze oder Internationalisierung für Sie ein Thema?
  • Wie schätzen Sie persönlich die zukünftige Entwicklung des B2B-E-Commerce ein?

Hier der Link zum Video

Wolf Sternberg berichtete in dem Video von der Einführung des B2B-Online-Shops bei der Papier Liebl GmbH und welche Veränderungen im Unternehmen angestoßen wurden. Mir stellten sich nach dem Video aber mehr Fragen, als es Antworten gab. Ich habe daher Wolf Sternberg kontaktiert und er war so freundlich, mir meine Fragen zu beantworten.

Meine Fragen und die Antworten von Wolf Sternberg, Leiter der E-Commerce-Abteilung bei der Papier Liebl GmbH findest du hier:

Firmenfischen: Ich kannte Papier Liebl vor Ihrem Video nicht. Herr Sternberg, verraten Sie mir doch bitte „wie „groß“ ist Papier Liebl?“ Gemessen nach Umsatz, Mitarbeiter, Anzahl Kunden und der Anzahl Lieferanten

Sternberg: Vor über 80 Jahren wurde Papier LIEBL als Fachhandelsgeschäft für Schreibwaren gegründet. Mittlerweile erreichen wir durch den Großhandel mit Bürobedarf und als Verpackungsspezialist mit 180 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 40 Millionen Euro pro Jahr, Tendenz steigend. Wir betreuen über 20.000 Kunden und greifen auf mehr als 900 Lieferanten zurück. In unser Verwaltungsgebäude haben wir auch unsere Logistik integriert, mit über 9.000 qm Lagerfläche und eigener Lieferflotte, mit der wir regionale Kunden und Kostenstellenbelieferung in ganz Bayern bedienen.

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